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Der Wolf in Vorarlberg – Rechtsgrundlagen

13.10.2014

Internationale Abkommen

Der Wolf ist in Anhang II der Berner Konvention als streng geschützte Tierart angeführt.

Der Handel wird geregelt im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of the Wild Fauna and Flora; Anhang II) und in der Verordnung (EG) Nr. 338/97 des Rates vom 9. Dezember 1996 über den Schutz von Exemplaren wild lebender Tier‐ und Pflanzenarten durch Überwachung des Handels (zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 407/2009 der Kommission vom 14. März 2009; Anhang A).

Europarechtliche Bestimmungen

Der Wolf ist in Anhang II der Fauna ‐ Flora ‐ Habitat ‐ Richtlinie 92/43/EWG als prioritäre Art aufgelistet und in Anhang IV der FFH ‐ Richtlinie als streng zu schützende Art angeführt.

Landesgesetze

(Jagdrecht, Naturschutzrecht, Artenschutzverordnung)

Jagd und Naturschutz fallen in Österreich in die Kompetenz der Bundesländer. Die internationalen Verpflichtungen zum Schutz der Wölfe wurden in Landesjagd‐ bzw. Landesnaturschutzgesetze übernommen. Mit der Umsetzung entsprechender Regelungen sind Landesregierungen, Bezirksverwaltungsbehörden oder Jägerschaften betraut.

In Vorarlberg gilt der Wolf laut Verordnung der Landesregierung über das Jagdwesen (Jagdverordnung) als Ganzjährig geschont (§ 26 lit b Vbg JVO).

Für Wölfe dürfen keine Hegeabschüsse (§ 40 Abs. 1 des Jagdgesetzes) zugelassen und keine Abschussaufträge (§ 41 Abs. 2 lit. a in Verbindung mit § 41 Abs. 3 des Jagdgesetzes) erteilt werden (§ 23a Vbg JVO).

Koordination in Vorarlberg

Seitens des Landes wurde eine Koordinationsgruppe eingerichtet, die unter anderem festlegt, welche vorbeugenden Maßnahmen umgesetzt werden sollen und wie bei Wolf–Sichtungen bzw. -Rissen verfahren werden soll.

Die Zuständigkeit und Gesamtkoordination liegt beim Land Voralberg, Abteilung Va-Landwirtschaft.

Ansprechpartner und Leiter der Koordinationsgruppe ist der Wildökologe DI Hubert Schatz, Tel. 0043/664/6255311, E-Mail: hubert.schatz@vorarlberg.at.

Vorgehensweise bei einem Rissfund

Beim Vorfinden eines möglicherweise durch einen Wolf gerissenen Tieres soll wie folgt vorgegangen werden:

  • Lage des Kadavers nicht verändern.
  • Dokumentation der Fundstelle und des gerissenen Tieres (fotografieren bzw. filmen).
  • Abdecken des Kadavers, um mögliche DNA-Spuren zu sichern und Aasfresser abzuhalten.
  • Nutztierrisse: unverzügliche Kontaktaufnahme mit dem diensthabenden Amtstierarzt und mit dem Wildökologen DI Hubert Schatz, Tel. 0043/664/6255311.
  • Wildtierrisse: Kontaktaufnahme mit DI Hubert Schatz, Tel. 0043/664/6255311

Weitere Informationen finden Sie HIER

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