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Der Wolf in Vorarlberg – Ethnologie und geschichtliche Hintergründe

„Leise, stets lauernd, mit schiefem, scharfem Blick, halb furchtsam und halb tölpisch durchforscht der alte Mörder, den sein hagerer, knochiger Bau, sein schleichender, unentschlossener Gang charakterisiren [sic], gegen den Wind das Dickicht des Hochwaldes und hinterläßt eine Fährte, die der eines großen Hundes ähnlich, aber länger, breiter und gewöhnlich schnurgerade ist. Widerlich und unangenehm in seinen Manieren, gierig, boshaft, verschlagen, misstrauisch, gehässig in seinem Naturell, unerträglich durch seinen abscheulichen Geruch, ist er ein Schrecken der Thierwelt, der er sich naht.“ (Friedrich von Tschudi, Das Tierleben der Alpenwelt)

Bereits das früheste Druckwerk im Land, die Emser Chronik des gräflichen Hofschreibers Johann Georg Schleh von 1616 berichtet über das Vorkommen von Luchsen und Wölfen in der Gegend um Bludenz. Wie der Schriftsteller Norman Douglas in seinem Buch „Wieder im Walgau“ berichtet, wurde der letzte Wolf im Vorarlberger Rheintal um 1830 in der Gegend um Bludenz beim Hangenden Stein erlegt. Bereits 1811 wurde einer der letzten Wölfe in der Ortschaft Mittelberg im Kleinwalsertal erlegt. Seit Sommer 2009 ist nachgewiesen, dass ein Wolf auch in Vorarlberg aufhältig war.

Im Rahmen seiner Doktorarbeit „Ethnologie über den Wolf, das Verhältnis von Mensch und Wolf und die geschichtlichen Hintergründe (Untersuchungsgebiet Vorarlberg mit Umgebung – Liechtenstein, Ostschweiz, Tirol, Norditalien (inkl. Südtirol), Süddeutschland)“  ist Mag. Burghart Häfele auf der Suche nach Informationen / Daten / Bildern aus Vorarlberg mit Umgebung:

1) Gibt es in Ihrem Jagd-/Wohngebiet Belege für einen Wolfsabschuss, Erzählungen über einstiges Wolfsvorkommen?
2) Erinnert in der Gemeinde/im Ort ein Gebiet/eine Stelle an den Wolf? (ehemalige Wolfsgrube, eine spezifische Orts- oder Gemeindebezeichnung mit Wolf-, z.B. Wolfsgrub, Wolfgraben, Wolfurt etc)?
3) Steht oder hängt irgendwo ein Überbleibsel eines Wolfes (wie Wolfspfote, ausgestopfter Wolf, Wolfspelz, Wolfsschädel), hat sich irgendwo eine Wolfsfalle erhalten oder ist irgendwo in einer Kirche, an einem Gebäude oder etwa an einem Brunnen ein Wolf abgebildet?
4) Ist von früher her eine Geschichte über eine Wolfsjagd oder einen einstigen Wolfsabschuss im Ort bekannt? Kennen Sie jemanden, der einen Wolf geschossen hat (betrifft vor allem aktuelle Abschüsse im Ausland)?
5) Gibt es ein Gasthaus, das noch an einen Wolf oder Wolfsabschuss erinnert  (Bilder, Gedenktafeln, Gedenkstein im Ort/Gasthaus)?
6) Gab oder gibt es im Ort ein Wolfsgehege (wie im Tierpark Feldkirch – es kann auch ein privates Gehege sein)?
7) Wurde jüngst ein Wolf gesichtet/hat jemand über so eine Wolfssichtung erzählt?
8.) Kennen Sie regionale Sagen über den Wolf (auch Klushund oder Klausenhund)? Wer könnte hier im Ort kompetent Auskunft geben?
9) Gibt es Familien im Ort, die Wolf als Familiennamen tragen (auch andere Namen wie z.B. Wolfsgruber, etc)?
10) Kommt in einem Familienwappen im Ort ein Wolfsbezug vor?

Abschließend wäre bei positiver Antwort unbedingt anzuführen:
– Name der Gewährsperson
– Gebiet / Ortschaft des Beleges
– Von wem stammt der Hinweis

Antworten auf die oben angeführten Fragen können per Email an folgende Adresse erfolgen:
Mag. Burghart Häfele
burghart.haefele@cable.vol.at

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