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Bezirksversammlung Dornbirn

07.03.2015

Am 20. Februar 2015 hielt die Bezirksgruppe Dornbirn ihre Bezirksversammlung und Hegeschau im Kolpinghaus in Dornbirn ab. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, was von einem ungebrochenen Interesse der Mitglieder dieses Bezirkes zeugt.

Als Ehrengäste konnte BJM LJM-Stv. Sepp Bayer den zuständigen LandesratIng Erich Schwärzler, den Landwirtschaftskammerpräsidenten Josef Moosbrugger, den Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich, BJM LJM-Stv. Reinhard Metzler, BJM Manfred Vonbank, den Bezirksforsttechniker der BH Dornbirn Peter Vogel, den Jagdsachbearbeiter bei der BH Dornbirn, Martin Fetz sowie zahlreiche andere Ehrengäste begrüßen.

Tätigkeitsbericht

In seinem Tätigkeitsbericht ging Sepp Bayer auf die Veranstaltungen des Bezirkes Dornbirn ein, die im abgelaufenen Vereinsjahr sehr erfolgreich durchgeführt wurden. Speziell erwähnt wurde die Jahreshauptversammlung der Vorarlberger Jägerschaft in Hohenems, das Tontaubenschießen in Lustenau, die Messe Artenreich auf dem Messegelände in Dornbirn sowie das Jägerkränzle in Dornbirn. Er bedankte sich bei den zahlreichen freiwilligen Helfern und Sponsoren dieser Veranstaltungen. Ein weiterer Punkt in seinem Tätigkeitsbericht war das Wiesenbrüterprojekt, das  gemeinsam mit dem Naturschutzbund weitergeführt wird.

Abschließend bedankte sich der Bezirksjägermeister bei den verschiedenen Partnern (Bezirkshauptmannschaft, Forst, Gemeinden usw) für die sehr konstruktive und faire Zusammenarbeit und er ersuchte, auch in Zukunft diesen Stiel beizubehalten.

Treueabzeichen

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden an langjährige treue Mitglieder der Vorarlberger Jägerschaft Vereinsabzeichen in Bronze (20 Jahre), Silber (30 Jahre) und Gold (40 Jahre) verliehen.

Treueabzeichen in Bronze

  • Walter Fleisch, Dornbirn
  • Arnold Fritz, Lustenau
  • Manfred Knaus, Dornbirn
  • Martin König, Lustenau
  • Michael Ludescher, Dornbirn

Treueabzeichen in Silber

  • Walter Mayer, Dornbirn
  • Alois Sneschitz, Dornbirn
  • Reinhard Moosmann, Dornbirn
  • Hugo Obwegeser, Hohenems

Treueabzeichen in Gold

  • Isidor Bertolini, Dornbirn
  • David Mathis, Hohenems
  • Otto Blatter, Lustenau
  • Anton Amann, Hohenems

Forstbericht

Der Bezirksforsttechniker bei der BH Dornbirn erläuterte in seinem Vortrag die Vorteile und Eigenschaften der Tanne, die sie für den Waldbau und die Stabilisierung der Hänge hat. Zudem informierte er die anwesenden Jägerinnen und Jäger über größere Holzeinschläge im kommenden Jahr, was sehr positiv aufgenommen wurde.

Grußworte

Der Landesjägermeister bedankte sich bei den Mitgliedern des Bezirkes Dornbirn für die Tätigkeiten des abgelaufenen Jahres. Er  nahm auch zu aktuellen Fragen Stellung und forderte alle auf, auch dem Wild den nötigen Respekt bei der Bejagung zukommen zu lassen. Ein weiteres Anliegen war Ernst Albrich die Bejagung des Gamswildes, die auf weitere Sicht gesehen zurückgenommen werden müsse, um auch dieser Wildart eine Zukunftschance zu geben.

Erich Schwärzler ging auf das aktuelle Vorkommen eines Wolfes im Bregenzerwald ein und stellte fest, dass Vorarlberg über keinen Lebensraum mehr für Wölfe verfüge. Ein weiteres Thema des Landesrates war die aktuelle Tbc-Situation beim Rotwild. Er forderte die Jägerschaft auf, gemeinsam mit den Grundbesitzern und den anderen Partnern für den Lebensraum unseres Wildes einzutreten, damit dieser auch für unsere Nachkommen gesichert sei.

Der Landwirtschaftskammerpräsident bedankte sich bei den Jägern/innen für die gute Erfüllung der Mindestabschüsse und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Auch er forderte die Erhaltung von Wildlebensräumen für die Zukunft. Da Dornbirn über einen sehr großen Naherholungsraum verfüge, seien die verschiedenen Nutzungen zu kanalisieren, um diese Lebensräume zu sichern.

Schießstand

Erich Hollenstein teilte den Anwesenden mit, dass in Lustenau der Schießstand genehmigt wurde und dass für den Neu- und Umbau eine Summe von einer Million Euro investiert wird. Bei diesem Schießstand seien vier Jagdstände, ein Hase und ein 70-Meterstand mit einem Keiler vorgesehen. Er ersuchte alle, dieses Projekt, das in Vorarlberg sehr zentral liegt, zu unterstützen und nach der Fertigstellung auch zu nützen.

Wildtierkorridore

Im Anschluss referierte DI Clemens Loacker, Wildtierökologe,  über seine Diplomarbeit „Vernetzung von Wildtierhabitaten im Rheintal‘. Bei seiner Diplomarbeit wurden vier verschiedene Faktoren berücksichtigt. Dabei wurde festgestellt, dass im Bezirk Dornbirn zwei Korridore in Frage kommen könnten. Der eine Korridor befindet sich zwischen Dornbirn und Hohenems sowie ein weiterer Korridor vor dem Achraintunnel. Aufgrund der Verbauungen, von Straßen, Wohngebieten, Bahnlinien und der Autobahn sind diese beiden Korridore kaum oder gar nicht mehr zu realisieren. Er führte weiters aus, dass das Rheintal generell schon sehr stark verbaut sei und die Gefahr bestehe, dass vereinzelt Wildtierkolonien keine Vernetzung mehr haben, was in weiterer Folge zu Inzucht führe, was dann wiederum zum Aussterben dieser Kolonie führen würde.

Fotos: Stephan Hohn

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