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Bericht Rotwildmonitoring 2016

Rotwild_Kahlwild_Christian Ammann

Autor: Landesveterinär Dr. Norbert Greber

Für das landesweite Monitoring in den Rotwildräumen 1, 3 und 4 wurde die Stichprobenanzahl gegenüber dem Jagdjahr 2015/16 um 100 Stück von 240 auf 340 Stück erhöht. Höhere Beprobungsraten wurden insbesondere in den Hegegemeinschaften des Montafons (Rotwildraum 3) sowie in der HG Brandnertal angeordnet, um einen Eintrag von TBC-positiven Stücken in den Bestand aus dem benachbarten Bekämpfungsgebiet früh genug zu erkennen. Aber auch in einigen Hegegemeinschaften im Rotwildraum 1 wurde die Stichprobenanzahl nach oben angepasst, um die beobachteten sporadischen Einzelfälle möglichst früh zu erfassen.

Im Bekämpfungsgebiet selbst (Rotwildraum 2) wurde die Reduktion des Rotwildbestandes durch erhöhte Abschusszahlen fortgesetzt und es wurden wiederum im Kern- und Randgebiet alle erlegten, mehrjährigen Stücke untersucht, sowie im Beobachtungsgebiet eine Quote von mehr als 35% angestrebt. Die Gesamtanzahl der Untersuchungen liegt im Bekämpfungsgebiet per Ende Jänner bei 531 Stück.

Während das Monitoring in den Vorjahren eine freiwillige Stichprobe war und im Bekämpfungsgebiet eine Anordnung der Jagdbehörde (BH Bludenz) bestand, wurde im laufenden Jagdjahr eine landesgesetzliche Regelung, nämlich eine Rotwild-TBC-Verordnung, beschlossen und seit dem Inkrafttreten am 23.9.2016 wird die Stichprobe über diese Verordnung für alle Hegegemeinschaften verbindlich festgelegt.

Vorausgeschickt wird auch noch, dass es sich um einen vorläufigen Endbericht handelt. Aktuell entnommene Proben werden noch zum Jahr 2016 gezählt. Zudem steht noch nicht für alle Untersuchungen ein Endergebnis fest. Proben, die im Schnelltest (PCR) positiv sind, werden ebenfalls als positiv gezählt. Bis zum endgültigen Ergebnis (Bakterienkultur) vergehen teilweise drei Monate und mehr.

Lesen Sie mehr dazu hier:

ENDBERICHT ROTWILDMONITORING 2016 (Vorarlberger Jagdzeitung März-April 2017)

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