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Bartgeier mit Vergiftungserscheinungen aufgefunden

Anfang Oktober wurde im Klostertal ein junges Bartgeierweibchen mit Vergiftungserscheinungen aufgefunden – im Bild: Josef Schöpf mit “Lousa”

Lousa, BV 619, ist am 28.02.2010 in der Zuchtstation in Hochsavoien geschlüpft und wurde am 11.06.2010 im Naturpark Vercors in Südfrankreich freigelassen. Schon im ersten Jahr gelangte sie nach Österreich und hielt sich in erster Linie im Bereich Lechtal, Arlberg, Paznaun, Verwall auf. Bis Juni 2011 funktionierte auch ihr Sender, den sie aber in der Zwischenzeit verloren hat. Ihre Mutter (BV 115, Marie Antoinette) war übrigens 17 Jahre im Freiland und hat lange in Val´isere gebrütet, bis sie nach der Kollision mit einem Liftseil mit einem gebrochenen Flügel wieder in Gefangenschaft geriet.

Laut Rückmeldung von Mag. Michael Knollseisen vom Bartgeierprojekt hat die Bartgeierdame „nach wie vor massive Gleichgewichtsprobleme und kippt immer wieder rechts um, was ein Hinweis auf Schädigung des Zentralen Nervemsystems ist. Andere Bartgeier (Doraja 2005 bzw.I 2009) sind wenige tage nach Beginn der Entgiftung schon wieder herumgeflattert. Da keine Verletzungen im Kopfbereich zu finden waren, hat dies wohl mit der Vergiftung zu tun. In den nächsten Tagen wird eine weitere Blutprobe hoffentlich Hinweise darauf geben, ob das Blei durch die Entgiftung ausreichend gut ausgeschieden wurde.“

Weitere Informationen zum Bartgeier in Österreich finden Sie hier: Bartgeiernews 32 – 1/2012

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