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Anschuss-Seminar und Wildparkexkursion

Bild 1_Anschuss_Andrea Kerbleder

Autor: Alice Leiler

Es dauert nicht mehr allzu lange und wir angehenden Jungjäger werden von unseren jagdlichen Betreuern und Referenten in das verantwortungsvolle Jagdleben entlassen.
Ein spannendes, beeindruckendes, herausforderndes und gesellschaftlich wunderschönes Hobby erwartet uns.

Der Höhepunkt der Jagdausübung und die wohl größte Herausforderung ist das Erlegen von Wild und somit die unwiderrufliche Entscheidung über Leben und Tod eines Lebewesens. Auch wenn wir später die Möglichkeit haben, die Jagd in den ersten Jahren im Beisein eines erfahrenen Jägers auszuüben, liegt die letzte Entscheidung und Verantwortung dennoch immer beim Schützen.
Und genau um diesen entscheidenden Moment, mit allen möglichen Situationen, ging es im Anschuss-Seminar im Wildpark Feldkirch mit Robert Ess, Hubert Loretter und Christian Ammann.

Wir bekamen nicht nur Informationen sondern auch die Möglichkeit für praktische Beispiele über das Ansprechen, das richtige Kaliber, den optimalen Schuss, wie kommen Fehlschüsse zustande, das Verhalten während dem Schuss, warum sofort nachladen, die genaue Beobachtung der Anschussstelle, die Einhaltung einer Ruhe-und Wartezeit von mind. 1/4 Stunde, mit entladener und gesicherter Waffe zum Stück bzw. zur Anschussstelle gehen, was tun, wenn das Stück nicht im Feuer liegt, Beobachtungen: Richtung? Klagen? Schweiß?, wann und wie eine Nachsuche mit fermen Jagdhund angefordert wird und vieles mehr.

Praktischer Teil

Der praktische Teil begann mit einer beeindruckenden Demonstration von Robert Ess mit dem Schuss auf einen mit Wasser gefüllten Kanister mit einer Faustfeuerwaffe und mit einem Repetierer.
 Danach führten uns Hubert Loretter und Christian Ammann mit dem Hinweis auf einen Hauptbruch zu vier verschiedenen Anschussstellen. Dort wurden uns die Pirschzeichen, Anschussbruch, Fährtenbruch u.v.m. genauestens erklärt. Wir bekamen die Möglichkeit, die Anschussstellen eines tiefen Weichschusses, eines Krellschusses, Laufschusses und eines Kammerschusses
genauestens zu untersuchen und lernten, wie wir uns im Falle dieser Situationen zu verhalten haben.
 Anschließend besichtigten wir das erlegte Stück.

Bild 2_Anschuss_Andrea Kerbleder

Als Abschluss demonstrierte uns Robert Ess mit seinem Bayrischen Gebirgsschweißhund den Ablauf einer Fährtenarbeit.

Bild 4_Anschuss_Dönz-Breuss

Wildparkführung

Nach einem gemütlichen Mittagshock ging es dann weiter mit dem Rundgang durch den Wildpark.
Christoph Rogge wiederholte mit uns in völlig entspannter Atmosphäre alles rund ums Thema Schalenwild, ging auf all unsere Fragen ein und nahm uns mit seiner ruhigen Art ein großes Stück unserer Prüfungsängste.

Bild 3_Anschuss_Dönz-Breuss

Abschließend ließen wir den ereignisreichen Tag bei einem gemütlichen Hock ausklingen.

Was uns während der gesamten bisherigen Ausbildung und an diesem Tag immer wieder mit Nachdruck in Erinnerung gebracht wurde, ist die respektvolle Haltung und Achtung vor dem lebenden und erlegtem Wild.

Vielen Dank an Robert Ess, Hubert Loretter, Christian Ammann und Christoph Rogge für diesen beeindruckenden und sehr lehrreichen Tag.

Fotos: Andrea Kerbleder

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