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Almatlas – erste Ergebnisse

Foto: Monika Dönz-Breuß

“Nicht die Zahl der Almen wird kleiner, sondern die Fläche der bewirtschafteten Bergweiden. So lautet eine erste Zwischenbilanz der Arbeiten zum Alm-Atlas.

Der Alm-Atlas ist ein Nachschlagewerk zur Entwicklung der Almen seit 1900 in den Arge-Alp-Regionen Bayern, Graubünden, St. Gallen, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Südtirol und Trentino. Er erscheint zwar erst im nächsten Jahr, erste Inhalte wurden aber bereits jetzt vorgestellt. In den acht Regionen werden rund 9’500 Almen bewirtschaftet. Vor allem weidet dort Galt- und Jungvieh. Milchwirtschaft spielt nur mehr in Vorarlberg, im Trentino und den beiden Schweizer Kantonen Graubünden und St. Gallen eine Rolle.
Die Zahl der Almen hat sich in den letzten 100 Jahren nicht wesentlich verändert: In einigen Regionen gibt es weniger, in anderen mehr Almen, zum Beispiel weil genossenschaftlich geführte Almen aufgeteilt wurden. Allerdings werden die genutzten Almweiden immer kleiner. Dafür gibt es drei Ursachen: Mit Ausnahme der Schweiz gibt es für Milch von der Alm kein zusätzliches Geld. Damit bleiben die Milchkühe im Tal. Auch ist das Einkommen durch Almwirtschaft gering. Arbeitsintensive Flächen liegen zugunsten von lukrativeren Nebenjobs der Älpler brach. Fördergelder schliesslich sind vor allem an die Zahl der Tiere geknüpft, womit kein spezieller Anreiz zum Erhalt der Bergweiden besteht.
Der Rückgang der Almweiden bleibt nicht ohne Folgen: Der Wald erobert die Weiden zurück, alte Kulturlandschaften verschwinden, die Artenvielfalt wird kleiner. Mehr Wald heisst dafür auch besserer Schutz vor Erosion und Hochwasser sowie mehr CO2-Speicherung.”

Quelle: CIPRA

Weitere Informationen:

Alm-Atlas – Projektbeschreibung

Alm-Atlas (Erich Tasser) – erste Ergebnisse

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