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Albino Rehkitze

Foto: Wilfried Jäger

Foto: Wilfried Jäger

Nicht schlecht gestaunt hat der Jagdnutzungsberechtigte des Pirschbezirks 4 (GJ Möggers hat seit vielen Jahren sog. Selbstbejagung durch die einheimischen Jäger und Grundbesitzer im durchschnittlichen Revierausmaß von 80 bis zirka 130 ha pro Pirschbezirk) „Kapf“ der GJ Möggers, Wilfried Jäger, als er beim vorsichtigen Pirschen am 14. Mai in einer geschützten, beinahe nicht einsehbaren Setzmulde am Waldrand ein zirka 2-3 Tage altes schneeweißes Albino Rehkitz auf allerkürzeste Distanz in Anblick bekam.

In den darauffolgenden Tagen und Wochen konnte das mittlerweile fast „berühmte“ Albino Rehkitz samt der Rehgeiß von der Jägerfamilie Othmar Jäger vom Wohnhaus aus oft mehrmals täglich zur Freude aller Familienmitglieder beobachtet werden.

„Üser Rehkitzle gedeiht prächtig und heat scho bald d’Größe vom a Schmalrehle“, so die Mama Jäger beim Blick aus dem Küchenfenster. Kurz vor Redaktionsschluss Anfang August gibt es immer noch freudige Meldungen über die täglichen Anblicke des Albino Geißkitzes. „Sogar ein Stück Wiese haben wir nicht geheut, damit genug Äsung und Deckung vorhanden bleibt“, so der Papa Othmar Jäger, „und geschossen wird es natürlich und selbstverständlich auf gar keinen Fall, nirgends bei uns!“

Foto: Wolfgang Schneider

Foto: Wolfgang Schneider

Ebenfalls ganz kurz vor Redaktionsschluss kam noch eine weitere verblüffende Meldung aus der GJ Möggers: JO Wolfgang Schneider, der den Jagdbezirk 6 der GJ Möggers jagdlich betreut, hat beim Ansitz und Blatten auf den Brunftbock im Waldrevier eine Rehgeiß mit zwei Kitzen in Anblick bekommen, wobei eines der beiden Kitze ebenfalls ein Vollalbino Rehkitz war, das zweite Rehkitz aber normalfärbig. Eine echte Laune der Natur!

Albino – Albinismus (von lateinisch albus = „weiß“ ) ist eine Sammelbezeichnung für angeborene Störungen (Mutation) in der Biosynthese der Melanine (d.s. Pigmente oder Farbstoffe) und der daraus resultierenden helleren oder weißen Haut-, Haar- und Augenfarbe. Betroffene Tiere nennt man Albinos. Die Häufigkeit (Prävalenz) beträgt weltweit etwa 1:20.000.

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