•  
  •  

Abwurfstangenschau der Hegegemeinschaft 1.2

30.08.2015

Abwurfstangenschau 2015 HG 1.2

Am 05. August fand die Abwurfstangenschau der Hegegemeinschaft 1.2 Frödischtal-Laternsertal-Dünserberg auf dem Furkajoch in Laterns statt. Die Veranstalter konnten zahlreiche interessierte Gäste und Freunde der Jagd, Vertreter der Behörde und Grundbesitzer begrüßen. Musikalisch wurde die Abwurfstangenschau von der Jagdhornbläsergruppe Feldkirch umrahmt. Die Besucher konnten zahlreiche Abwürfe aus den Revieren GJ Laterns, GJ Zwischenwasser II, EJ Rotwald, GJ Viktorsberg und der GJ Weiler begutachten.

Hegeobmann Reinhard Metzler erklärte den Besuchern die Hintergedanken des zu den Abwürfen erstellten Hirschbüchle 2015/16. Neunzehn Hirsche wurden fotografisch dargestellt und ins Hirschbüchle aufgenommen. Gegenüber des letzten Jahres sind dies um zwölf weniger. Neun Hirsche davon wurden in die Ernteklasse ausgewiesen.

Die Entwicklung der Abwurfstangen zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen starken Rückgang in der Jugend- und der Mittelklasse. Ein behutsamer Umgang in diesen Klassen wird notwendig werden, um eine artgerechte Alterspyramide in der HG 1.2 zu erhalten. Der Hegeobmann bittet die Jägerinnen und Jäger der HG 1.2 gar keinen Gebrauch von Nachtabschüssen auf Schalenwild zu machen. „Den hohen Jagddruck, den wir in den letzten Jahren, bedingt durch die hohen Abschusszahlen ausüben mussten, führt für alle betroffenen (Jäger, Grundbesitzer, Forstbesitzer, usw.) in die berühmte „Sackgasse“. Dasselbe gilt unter anderem für die unzähligen Kirrungen der letzten Jahre. Kirrungen sollten als allerletztes Mittel zur Erreichung der Abschusszahlen eingesetzt werden.“ Nachtabschüsse dürfen ausschließlich von Jagdschutzorganen in den Revieren, in denen das Jagdschutzorgan bestellt ist, durchgeführt werden. Dies gilt auch an von der Behörde Verordneten Kirrungen (Jagdverordnung § 20).

Reinhard Metzler bittet weiters alle Jagdnutzungsberechtigten und deren Jagdschutzorgane dafür Sorge zu tragen, dass frühzeitig und mit der für eine erfolgreiche Jagd notwendigen Strategie gejagt wird. Zudem zeigte der Hegeobmann die wirtschaftliche Betrachtung der Jagd auf. „Geschätzt wird in unserer Hegegemeinschaft, wenn mit einem Jagdpachtsatz von 30 Euro/ha gerechnet wird, zirka 507.000,00 Euro Jagdpacht eingenommen. Weiters wurden in den letzten zehn Jahren zirka 774 Stück Schalenwild erlegt. Wenn mit einer Ansitzzeit von 15 Stunden pro Stück gerechnet werde, ist dies ein Aufwand von 11.610 Stunden Ansitzzeit. Wird mit einem Stundensatz von 22,00 Euro pro Stunde gerechnet, ergibt dies Gesamtkosten von zirka 255.000,00 Euro nur für die Ansitze.“

Für die geleistete Arbeit gab es für die Jagdschutzorgane ein kleines Präsent. Karl-Heinz Kaufmann von der Jausen Station „Zum Charly“ auf dem Furkajoch und Alleinunterhalter Edy Summer sorgten für beste Betreuung der Gäste. Ein positives Echo über die gelungene Veranstaltung war von allen Besuchern zu hören, welche sich schon auf das nächste Jahr freuen, um in geselliger Runde die Ergebnisse und auch die zukünftige Arbeit zu erörtern.

Weidmannsdank allen freiwilligen Helfern, welche zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Schreibe einen Kommentar