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Abwurfstangenschau Dalaas

Autor: Robert Häusle

Bei der diesjährigen Abwurfstangenschau des Bezirk Bludenz am 1. Juni in Dalaas wurden insgesamt 166 Hirsche ab dem 6. Kopf, verteilt über alle Hegegemeinschaften, von einer stattlichen Anzahl sogar die jeweilige Abwurfserie der letzten Jahre, ins „Hirschbüchle 2013“  aufgenommen.

KR RJ Manfred Vonbank, Obmann des Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane: „Der Sinn dieser Veranstaltung hat sich in den letzten Jahren verändert, galt der ursprüngliche  Gedanke des „Hirschbüchle“ als Ansprechhilfe für weniger vertraute Rotwildjäger, so geht es nun hauptsächlich um die Erfassung und Entwicklung der Alterstruktur im gesamten Bezirk beim männlichem Rotwild.

Gerade durch die massiv erhöhten Abschüsse gilt es, eine intakte Struktur  (Alterspyramide) in unseren Rotwildbeständen zu beobachten und rechtzeitig auf  Fehlentwicklungen zu reagieren. Aus diesem Grund ist eine jährliche Erfassung von großer Bedeutung. Neben Rotwildbeständen, welche dem Lebensraum angepasst sind, gilt es auch, ein Auge auf die Struktur dieser Bestände zu werfen.  Auch dies dient der Wildschadensvermeidung.

Die Tatsache, dass bei der letztjährigen Trophäenschau zirka 40% der Hirsche nicht im „Hirschbüchle“ dokumentiert waren, führte zu Diskussionen über die Sinnhaftigkeit solcher Veranstaltungen. Kritiker führen ins Treffen, dass die Altersbestimmung lediglich anhand der Abwurfstangen nur näherungsweise erfolgen könne, hierbei die körperlichen Altersmerkmale stärker zu gewichten seien und deshalb diese Art  zu hinterfragen sei.

Gerade hier müssen wir Umdenken, es geht nicht darum, ob ein Hirsch genau acht oder neun Jahre ist, es geht auch nicht darum, ob ein Revier  mehr oder weniger starke oder schwache Hirsche hat. Der Sinn einer zeitgemäßen Abwurfstangenschau muss es sein, den Trend, die Entwicklung unserer Rotwildbestände zu erkennen und daraus Rückschlüsse auf unsere weitere Bejagung  zu ziehen. Hier brauchen wir Daten, die Behörde hat diese Daten nicht – wer sonst wenn nicht wir sollte dieses Datenmaterial sammeln und fotografisch festhalten.

Derzeit bildet diese Art der statistischen Erfassung der vorgelegten Abwurfstangen sicher die einzige Möglichkeit zu einer objektiven Aussage, wie es um die Struktur der heimischen Rotwildbestände steht.“

Erfreulich bei der diesjährigen Abwurfstangenschau war die nach wie vor hohe Anzahl von Abwurfstangen älterer Hirsche, es wurden Stangen  bis zum 17. Kopf  vorgelegt. Wie sich die stark erhöhten Abschüsse der  beiden vergangenen Jahre sowie auch im heurigen Jahr auf die Alterspyramide auswirken werden, ist noch nicht voll absehbar, die Zahl der Abwürfe vom 6. bis zum 8. Kopf liegt jedenfalls unter der Zahl jener vom 10. Kopf. Das Durchschnittsalter zu allen vorgelegten Abwurfstangen-Hirschen (6.-17. Kopf) lag bei 8,99. Bei den besten fünf Hirschen lag die Punktezahl zwischen 196 und 205 Punkten.

Zu danken ist dem Team von KR RJ Manfred Vonbank und RJ Gilbert Meyer für die Organisation mit allen Helfern, sowie jenen Jagdschutzorganen, welche die Abwurfstangen bereitgestellt haben.

Für das leibliche Wohl sorgte einmal mehr die Schützengilde Klostertal  im Schützenhaus Dalaas. Die Gelegenheit, mit Jagdkameraden wieder zusammenzukommen, wurde genutzt, die gute Bewirtung hat ihren Teil dazu beigetragen.

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