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Abwurfstangenschau Bezirk Bludenz

06.06.2016

Abwurfstangenschau Loruens 2016

Mit der Abwurfstangenschau und der damit verbundenen Dokumentierung des Trend und der Entwicklung der Rotwildbestände erreicht die Jagd geeignetes Datenmaterial. An Hand von vorgelegten Abwurfstangen lassen sich hervorragend Rückschlüsse auf die bisher getroffenen Maßnahmen ziehen. Das Team der Vorarlberger Jägerschaft Bezirksgruppe Bludenz organisierte die Abwurfstangenschau 2016 in Lorüns. Bei dieser Veranstaltung geht es insbesondere um die Erfassung, Dokumentation und Entwicklung der Alterstruktur im gesamten Bezirk beim männlichen Rotwild. Gerade durch die massiv erhöhten Abschüsse gilt es eine intakte Struktur (Alterspyramide) in unseren Rotwildbeständen zu beobachten und rechtzeitig auf Fehlentwicklungen zu reagieren.

Zusammenbruch

Die Reduktion der Rotwildbestände wird in vielen Wildregionen deutlich sichtbar. „Durch die Reduktion der Rotwildbestände ist die Gefahr des Zusammenbruchs der Mittel- und Jugendklasse gegeben“, mahnt Bezirksjägermeister RJ Manfred Vonbank. Neben dem Lebensraum angepassten Rotwildbeständen, gilt es auch ein Auge auf die Struktur dieser Bestände zu werfen. Schlecht strukturierte Wildtierbestände unterliegen einer ständigen Beunruhigung, dies führt automatisch zu Stress. Und gestresstes Wild verursacht Wildschäden und ist anfälliger für Krankheiten. Die Abwurfstangenschau wurde auch von vielen Nichtjägern besucht. Unter den zahlreichen Besuchern konnte Bezirksjägermeister Manfred Vonbank auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen.

Hirschbüchle

Bei der diesjährigen Hegeschau konnten gesamt 143 Hirsche ab dem sechsten Kopf, verteilt über alle Hegegemeinschaften, von den meisten sogar die Abwurfserie der letzten Jahre, aufgelegt und ins Hirschbüchle aufgenommen werden. Dies bedeutet, dass zirka 90 Hirsche weniger als in den Vorjahren dokumentiert werden konnten. „Hektor“ aus der Eigenjagd Gamperdona, 12. Kopf, zählt in diesem Jahr mit 201,16 Punkten zu den stärksten Abwürfen. Ebenso konnten sich „Erich“ (Älpele/Tannleger; 11. Kopf) mit 201,15 Punkten und „Gaua 4“ (EJ Gauertal; 10. Kopf) mit 198,54 Punkten behaupten. „Brahms“ – 18. Kopf – aus der Genossenschaftsjagd Dalaas wies die längste Serie vor. Insgesamt wurden 70 Hirsche der Klasse I vorgelegt. Der älteste Hirsch „Forcher“ (19. Kopf) kommt aus der Eigenjagd Tannleger.

Die Veranstaltung wurde von den Berufsjägern Manuel Nardin, Maximilien Auerbach und RJ Johannes Berthold bestens vorbereitet. Ihnen und ihren Helfern sowie jenen Jagdschutzorganen, welche die Abwurfstangen bereitgestellt haben. ein herzliches Dankeschön.

Für das hervorragende leibliche Wohl sorgte der Sportverein Lorüns. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch die Jagdhornbläsergruppe Bludenz.

Alterspyramide Abwurfstangenschau Bludenz 2016

Alterspyramide aller vorgelegten Abwurfstangen 2016

 

 

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