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55. Internationale Jagdkonferenz

Gruppenfoto IJK 2017

Von 8. bis 10. Juni 2017 fand in Masserberg, Thüringen / D auf Einladung des DJV und des durchführenden Landesjagdverbandes Thüringen die 55. Internationale Jagdkonferenz statt.

Die Internationale Jagdkonferenz (IJK) wurde als loser Zusammenschluss der Jagdverbände aus Deutschland, Liechtenstein, Südtirol und Österreich gegründet. 1964 fand das erste Treffen in Salzburg statt. Die Intention war, Themen, die die Jagd in allen Mitgliedsländern betreffen, möglichst umfangreich zu diskutieren und Zukunftsstrategien zur Erhaltung der Wildtiere und der Jagdausübung in Europa gemeinsam auszuarbeiten und dann auch zu leben.

Thema der diesjährigen Jagdkonferenz war „Jagd und öffentlicher Raum – Die Wahrnehmung und Positionierung der Jagd im öffentlichen Raum”. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich über Erfahrungen und Problembereiche aus und erörterten Überlegungen zu gemeinsamen Vorgangsweisen. Schwerpunkte waren die Entwicklung eines einheitlichen Erscheinungsbildes für Jäger und Jagd in Mitteleuropa sowie die Bedeutung der Jagd im Natur- und Artenschutz.

Schlusserklärung

Für die passende Kommunikation bedarf es eines einheitlichen Wertekanons: Für Österreich wird mit professioneller Unterstützung gerade eine „Dachmarke Jagd“ entwickelt; in Deutschland gibt es bereits ein „Markensteuerrad“ mit nahezu identen Inhalten. Die Jagd steht als gleichberechtigte, legitime, nachhaltige Landnutzung neben der Land- und Forstwirtschaft. Jäger sind durch die jagdliche Weiterbildung befähigt, ihre Aufgaben der Gesellschaft sachkundig zu vermitteln. Den Jagdverbänden obliegt es, ihre Mitglieder weiterhin mit dem besten Rüstzeug auszustatten und sie dafür zu begeistern.

Der heutige Kenntnisstand zeigt, dass Artenschutz nur durch Nutzung und durch Ausgleich möglich ist. Die Jagd ist dafür unverzichtbarer Bestandteil und trägt auch für die Artenvielfalt Verantwortung. „Tierrechte“ und „Tierbefreiung“ stellen nur auf das einzelne Individuum ab und tragen zum Artenschutz nichts bei. Konkret heißt das zum Beispiel beim Kormoran, dass ein effektives und länderübergreifendes Bestandesmanagement überfällig ist, da zahlreiche Fischarten im Binnenland in ihrem Bestand extrem gefährdet sind. Die Internationale Jagdkonferenz (IJK) fordert daher zum Schutz dieser Fischarten eine Aufnahme des Kormorans in den Anhang II der EU-Vogelrichtlinie, um eine Regulierung zu ermöglichen.

Die IJK wird ihre Gespräche 2018 in Liechtenstein fortsetzen.

v.l.n.r.  IJK-Präsident Heinz Gach, LJV Thüringen-Präsident Steffen Liebig, DJV-Präsident Hartwig Fischer, LJV-Berlin-Präsident Detlef Zacharias (Foto:  Herrmann)

v.l.n.r. IJK-Präsident Heinz Gach, LJV Thüringen-Präsident Steffen Liebig, DJV-Präsident Hartwig Fischer, LJV-Berlin-Präsident Detlef Zacharias (Foto: Herrmann)

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