Jan
22
2012

“Horizon Field”

Stellungnahme von LJM Dr. Ernst Albrich
Jänner 2012

In völliger Verkennung der Intentionen des Künstlers Antony Gormley wird nun von einer Gruppierung versucht, die 100 Eisenmänner auf Dauer in der Landschaft stehen zu lassen.

Drei gewichtige Gründe sprechen dagegen.

  1. Der Künstler selbst sah von Anfang an eine Dauer von zwei Jahren als essentielles Kriterium für sein Werk. Offensichtlich auf Druck hat er als Kompromiss einer Verlängerung um weitere zwei Jahre zugestimmt. Es sind eben nicht 100 schöne Denkmäler, sondern es handelt sich um eine Installation mit völlig anderen Kriterien und Ansprüchen.
  2. Die „Möblierung „ der Landschaft in Vorarlberg nimmt in einem erschreckenden Ausmaß zu. Auch Skulpturen, und seien sie noch so schön und wertvoll, gehören zu diesem negativen Trend und verursachen Störungen unterschiedlichster Art.
  3. Im Bewilligungsverfahren für dieses Projekt wurde  von den Betreibern in vorbildlicher Weise Aufklärungsarbeit geleistet und es wurden auch Kompromisse eingegangen, z.B. bei sensiblen Standorten. Die Grundbesitzer, Naturschutzorganisationen, Jäger in den betroffenen Revieren, konnten so großteils von diesem Projekt überzeugt werden, unter einer Bedingung: Eine Gesamtdauer von 2 Jahren! Pacta sunt servanda, das hat der Direktor des KUB sehr gut verstanden. Wenn Vereinbarungen nicht eingehalten werden, wird das auch negative Auswirkungen auf zukünftige Projekte haben. Gerade wir im Kreise der Vorarlberger Naturschutzorganisationen vertrauen auf Verlässlichkeit und Handschlagqualität, es gab in der Vergangenheit schon genügend „Mogelpackungen“.

Über den Autor:
Ernst Albrich

3 Kommentare + Kommentar verfassen

  • Das trifft den Nagel auf den Kopf, es war ein interessantes und ansprechendes Projekt, aber im August geht`s ab ins Tal !

    FINIS CORONAT OPUS

  • Bis vor kurzem war ich fast noch für das Verbleiben der Eisenmändle dort oben, schon wegen dem Aufwand des Abtransportes mit Hubschrauber und Co.

    Seit ich aber den Bericht “die rostigen Gesellen” gelesen hab gibts nur mehr eins, runter damit. Hätte ich einen Platz zuhause im Garten würd ich sogar einen übernehmen nur das sie das Gebiet verlassen ;-)

    Im Ernst, dieser Bericht zeigt die Situation aus einer Sicht wo der Allgemeinheit nicht bekannt ist, ich würde empfehlen den Bericht der rostigen Gesellen jedem Befürworter, besser noch jedem Interessierten zur Verfügung zu stellen. Viel zu wenig kennt Man (und Frau) das Jagdportal mit der Möglichkeit auch die Jagdzeitung zu lesen.

    Weidmannsheil
    Thomas

  • Wie es scheint, gibt es ein positives Ende.
    Stellungnahme Naturschutzbund Österreich auch hier: http://www.naturschutzbund.at/landesgruppen/vorarlberg/news.260/items/horizon-field.html

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