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16. Raubwildfellmarkt in Klaus

Fellmarkt 2018

Pelz aus heimischen Wäldern – Verwerten statt Entsorgen

Getreu dem Motto „Pelz aus heimischen Wäldern – Verwerten statt Entsorgen“, fand am 10. Februar der jährlich stattfindende Fellmarkt im Winzersaal in Klaus statt. Wie in den Vorjahren organisierte Hubert Jäger, bereits zum 16. Jubiläum, gemeinsam mit seiner Familie die beliebte und rege besuchte Veranstaltung, bei der ausschließlich Veranstalter aus dem Ländle ihre mit Liebe selbst hergestellten Fellprodukte darbieten.   
Mit dabei waren unter anderem „Üsa Schmuck“, die besonders die Damenwelt ansprechenden kreativen Fellschmuck präsentierten und Melitta Ratz, die in aufwendiger Handarbeit hochwertige Handtaschen, Mützen, Patschen und Accessoires herstellt. 
Zum Zweitenmal präsentierten diesjährig Angelika Wiesenegger und Isabelle Feierle mit ihrem Label „WHYWHY“ ihre mit Fell und Federn aufgewerteten Capes und Janker. 
Allen Anbietern gemeinsam ist, ist die Begeisterung für ihre Naturprodukte, verbunden mit der Motivation, die Felle des meist Selbsterlegten nicht einfach in der Kadaververwertung zu entsorgen, sondern zu etwas Schönem und zur Freude des Fellliebhabers zu verwenden. Hubert Jäger merkt an, dass es zirka 15 Fuchsfelle für die Herstellung einer seiner hochwertigen und dekorativen Fuchsdecken braucht, von denen einige zu bestaunen und zu erwerben waren.   
„Jägersepp” Josef Ledinek betont, dass er leidenschaftlicher Raubwildjäger ist. Auch wenn dieses Jahr die Ausbeute an Fuchsbälgen aufgrund der andauernden Räude schlecht ausfiel, bot er wieder zahlreiche Fuchs- sowie auch Marderfelle an. Dass es den Verkäufern nicht zentral um den finanziellen Nutzen gehen kann, wird deutlich, wenn man bedenkt, dass ein gegerbter Fuchs zu zirka 50 bis 70 Euro verkauft wird, bei bereits 35 Euro Gerbkosten pro Stück.
Auf die Frage hin, ob Hubert Jäger auch im nächsten Jahr einen Fellmarkt veranstaltet, antwortet er lächelnd, er würde die Veranstaltung gerne weiter ausbauen. Bisher basiert die gelungene Veranstaltung vor allem auf dem Engagement seiner kompletten Familie, denn von seiner Frau Ingelore, Tochter, Sohn, Schwiegersohn bis zu den Enkeln sind alle involviert. In Zukunft benötigt es vor allem die marketingtechnische Unterstützung anderer, um noch mehr Veranstalter zu aktivieren und mehr Personen aus der nichtjagenden Bevölkerung zum Vorbeikommen zu bewegen.
Info: Hubert Jäger – hubert@jaeger.at

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