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„Kleider machen Leute“ – die Kleidung der Jäger

Foto: Monika Dönz-Breuß

Der einheitliche Janker der Jagdaufseher zeigt deren Zusammengehörigkeit.

In der Novelle „Kleider machen Leute“ des Schweizer Dichters Gottfried Keller steht ein Schneidergeselle im Mittelpunkt, der sich trotz Armut immer gut gekleidet hat. Er wurde für einen Grafen gehalten und spielte diese Rolle vortrefflich, heiratete eine reiche Bürgerstochter und kam zu Reichtum und Ansehen.

Der Sinnspruch „Kleider machen Leute“ hat in der Bevölkerung heute noch einen großen Stellenwert – sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht.

Provokante Kleidung kann oft Ausdruck von Widerstand bedeuten und vornehme Kleidung zeugt vielfach von Respekt und Wertschätzung gegenüber anderen, kann aber auch einiges vortäuschen. Die Kleidung alleine ist allerdings keine Garantie für die inneren Werte des Menschen, der in ihr steckt. Personen, die bei gegebenem Anlass in der Gesellschaft gut gekleidet sind, hinterlassen in den meisten Fällen einen positiven Eindruck.

Kleidung – wichtiges Kommunikationsmittel

Auf jeden Fall hat die Kleidung als Kommunikationsmittel einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert. Sie ist ein äußeres Zeichen der Zugehörigkeit, d.h. im Umkehrschluss, dass sich ein Jäger in Blue Jeans mit einem sichtbaren Zeichen gegen diese Zugehörigkeit stellt, auch wenn er es nicht unbedingt mit Absicht tut. Dabei ist die „Kleidervorschrift“ für jagdliche Kleidung sehr variabel und bietet viele Kombinationsmöglichkeiten. Das klassische Jägergrün kann mit grau, braun und schwarz kombiniert werden, wobei die Materialien sich keineswegs mehr auf Loden, Leinen und Leder beschränken. Eine Ausnahme bilden die teilweise gesetzlich vorgeschriebenen Signalfarben bei Gesellschaftsjagden.

In den letzten Jahren haben moderne und auch praktische Funktionsstoffe einen modischen Schwung in die Jagdbekleidung gebracht, abgesehen von der Trachtenmode , die mit jagdlichen Farben und Motiven zur Zeit wieder einen ziemlichen Aufschwung erlebt.

Lesen Sie mehr dazu HIER (Vorarlberger Jagdzeitung – Ausgabe Juli/August 2011)

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